Landesklasse Süd - Saison 2017/2018

Einzelergebnisse

BrettSpieler/in DWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Pkt
1 Jörg Nagler 1892 0 0 0/2
2 Daniel Woithe 1794 ½ 0 1 1,5/3
3 Stephan Cinkl 1773 0 0 ½ 0,5/3
4 Dave Möwisch 1737 1 1 1 3/3
5 Philipp Heinrich 1662 ½ 0 1 1,5/3
6 Nino Arndt 1659 1 0 1 2/3
7 Vicky Eue 1689
8 Manfred Böhme 1260
9 Carlo Borchardt 1630 1 ½ 1 2,5/3
10 Olaf Budach 1733 ½ ½ 1 2/3
11 Rene Kellner 1621
12 Volker Heinrich 1554
13 Marco Belling 1480
14 Lothar Bindernagel1416
15 Robin Jacob 1453 1 1/1

Tabellenstand

Mannschaft MP BP BW
1 Schachclub Hans Clauert Trebbin 6 15,5 70,5
2 ESV Lok Falkenberg I 4 14,5 68,5
3 Schachverein Briesen 4 14,0 55,0
4 Forster Schachclub 4 14,0 53,0
5 Postdamer SV Mitte II 4 13,0 47,5
6 Hohenleipischer SV Lok I 4 12,5 57,0
7 Schachclub Senioren Cottbus I 2 11,5 52,5
8 USV Potsdam III 2 10,0 56,0
9 SV Senftenberg 0 10,5 56,0
10 SG Lübbenau II 0 4,5 24,0

Spieltag 1

08.10.2017
SV Briesen - SV Senftenberg 4,5 - 3,5

Nach einer tollen Saison im letzten Jahr startete für unsere erste Mannschaft die erste Saison der Vereinsgeschichte in der zweithöchsten Spielklasse Brandenburgs gegen den SV Senftenberg. Gleich zu Anfang wartete da ein schwerer Brocken auf uns Richtung Ziel Klassenerhalt. Die Senftenberger waren besonders an den vorderen Brettern gespickt mit erfahrenen und starken Spielern. Aber mit etwas Glück konnten wir vielleicht doch ein Mannschaftspünktchen holen; so waren zumindest unsere Hoffnungen.

Nach kurzer Begrüßung ging es dann pünktlich und mit voller Mannschaftsbesetzung in die Vollen.

Die erste Entscheidung fiel am fünften Brett, wo Philipp gegen Markus Fiedler spielte. Nach interessanter Eröffnung willigte Phillipp nach einer Remisschaukel ins Remis ein, was den ersten halben Punkt der Vereinsgeschichte in der Landesklasse Süd bedeutete.

Nur kurze Zeit später sorgte unser Vereins-Kaffeerencier Carlo für das zweite Vereinsjubiläum. Er konnte den ersten Sieg der Vereinsgeschichte in der Landesklasse gegen Jan Oldenburg einfahren und sorgte für die zwischenzeitliche Führung. 1,5:0,5.

Jörg am Spitzenbrett hatte einen schweren Stand gegen den DWZ-stärkeren Jens Schneider. Nach tadelloser Leistung von Jens konnte Jörg dem enormen Druck nicht mehr standhalten und musste die Waffen strecken.

Nino am 6. Brett konterte aber erfolgreich und punktete voll im ungleichfarbigen Läuferendspiel gegen Tom Woznicka.

Daniel an Brett 2 opferte nach eigenen Angaben zu „wild“, konnte aber irgendwie das wichtige Remis gegen Daniel Richter halten. 3:2.

In meiner Partie ging es ebenfalls hoch her. Bei heterogenen Rochaden konnte ich das Opfer und den Materialgewinn meines Gegners Marco Kesik abwehren und erfolgreich ein Gegenangriff starten, den ich in ein gewonnenes Endspiel abwickeln konnte. Dadurch konnten wir zunächst ein zwischenzeitliches 4:2 erringen, was zumindest einen Mannschaftspunkt bedeuten würde.

Wenige Sekunden später kam dann auch das folgerichtige Remisangebot von Olaf an seinen Gegner Klaus Kottke, welches dieser angesichts der völlig ausgeglichenen Endspielstellung nicht sinnvoll ablehnen konnte.

Dies resultierte dann im dritten Vereinsjubiläum: der erste Mannschaftssieg der Vereinsgeschichte in der zweithöchsten Liga Brandenburgs!

Das Ergebnis komplettierte unser Neuzugang Stephan Cinkl am dritten Brett gegen Andreas Schroetel. In aussichtsreicher Stellung musste er der erheblichen Zeitnot Tribut zollen und gab nach langem Kampf leider auf. Damit war der 4,5:3,5 Sieg beschlossene Sache.

Mit zwei überraschenden Mannschaftspunkten können wir nun etwas entspannter die kommenden Aufgaben angehen. In der nächsten Runde wartet mit dem Schachclub Hans Clauert Trebbin wieder ein knackiger Gegner, wo wir wieder versuchen, ein paar Pünktchen mitzunehmen.

Dave Möwisch

Brett SV Briesen SV Senftenberg
1 Jörg Nagler 0-1Jens Schneider
2 Daniel Woithe ½-½Daniel Richter
3 Stephan Cinkl 0-1Andreas Schroetel
4 Dave Möwisch 1-0Marco Kesik
5 Philipp Heinrich½-½Markus Fiedler
6 Nino Arndt 1-0Tom Woznicka
7 Carlo Borchardt 1-0Jan Oldenburg
8 Olaf Budach ½-½Klaus Kottke



Spieltag 2

05.11.2017
SC Hans Clauert Trebbin - SV Briesen 6 - 2

Alle Wege führen nach Trebbin

Vernünftiges Wetter, freie Straßen, „Fach“gespräche über Musik aus den 70ern mit Carlo- perfekte Voraussetzungen für die Fahrt zu unserem ersten Auswärtsspiel der Saison nach Trebbin.

Am Dreieck Spreeau dann der Schock: irgendwas hab ich vergessen…. Achja, Daniel. In Briesen. Fantastisch!

Mit nur unwesentlich überhöhter Geschwindigkeit dann der direkte Rückflug. Baustellen sind sowieso schon ein Ärgernis, aber wenn mans eilig hat, fühlt man sich auch mit 100 km/h wie eine Schnecke.
Briesen, Parkplatz, Tür auf, Daniel springt ins Auto, ab gehts. Manchmal kommt alles zusammen, und heute war so ein Tag, an dem man mal die richtige Ausfahrt verpennt. Glücklicherweise bewahrheitete sich hier die Überschrift, und an der nächsten Ausfahrt schaffte es Trebbin sogar aufs Autobahnschild. Das überseh nicht mal ich. Also manchmal. Vielleicht.
Nach lediglich 80km Umweg und nur 10 Minuten zu spät waren wir dann endlich am Ziel.

Nach der etwas hektischen Anfahrt folgte dann Kontrastprogramm in den Partien.

An Brett 7 tauschten Carlo und Jürgen Beator alles fleißig ab und landeten schnell in einem perspektivlosen Endspiel. 0,5 - 0,5

Auch an Brett 8 war nichts los: mein Gegner Frank Schumann testete mein Wissen in der Hauptvariante im Caro-Kann ein bisschen, aber die Partie verließ nie die Remisbreite. 1-1

„Hallo Carlo! Auch schon fertig? Prima, dann können wir ja los. Hab ich was vergessen….? Achja, Daniel. In Trebbin. Schon wieder. Fantastisch!“

Natürlich spielte sich diese schlimmste aller Varianten nur in meinem Kopf ab, wir vergaßen Daniel nicht noch einmal und blieben zum Kaffeetrinken, Kiebitzen und Besserwissen noch bis zum Ende des Mannschaftskampfes.

Und das lohnte sich vollauf, denn an den anderen Brettern war es lange sehr spannend.

Nino an Brett 6 durfte sich mit dem Londoner System von Peter Hanke auseinandersetzen. Nach gutem Beginn schlug er wohl zum ungünstigsten Zeitpunkt eine Figur auf g3, wonach sich die h-Linie öffnete. Der Rest war dann eine recht einseitige Demonstration am Königsflügel, und mit einigen kraftvollen Zügen nahm Schachfreund Hanke die schwarze Stellung völlig auseinander. 1-2

Am ersten Brett fand sich Jörg nach einer Ungenauigkeit in der Eröffnung in einer etwas gedrückten Stellung wieder. Lange Zeit konnte er diese halten, und „rettete“ sich in ein Endspiel mit jeweils Turm, Springer und 3 Bauern auf jeder Seite. Hier zeigte sich dann die Klasse seines Gegners Detlev Kuhne: wesentlich aktivere Figuren und ein wohlkalkulierter Königsmarsch ins feindliche Lager entschieden die Partie. 1-3

Philipp kam hervorragend aus der Eröffnung. Seine Figuren standen aktiver und er hatte bereits ordentlich Raumvorteil herausgeholt. Leider entschied er sich dann für einen zu komplizierten Plan, gegen den sich Sebastian Janicki erfolgreich wehren konnte. Als dieser selbst zu Gegenspiel kommen konnte, zeigte sich wieder mal, wie schwer das Umschalten von Offensive auf Defensive sein kann. Der Konter saß, und plötzlich war ein Trümmerhaufen auf dem Brett, der nicht mehr zu verteidigen war. 1-4

Daves Partie an Brett 4 war schwer zu durchschauen. Er und sein Gegner Rüdiger König hatten sich offenbar dasselbe für die Partie vorgenommen: „Heute hau ich mal alles nach vorn!“ So befanden sich insgesamt 3 kleine Bäuerlein am Königsflügel, nachdem beide kurz (!) rochiert hatten. Nahezu alle Figuren schielten/zielten in irgendeiner Weise auf den gegnerischen König und irgendwo hing zwischendurch auch immer mal eine Figur. Dave behielt den Überblick, und nach all dem Chaos landete er dann im Damenendspiel mit einem Mehrbauern. Die sind ja bekanntlich nur bei mir immer remis, und so konnte uns Dave nochmal auf 2-4 heranbringen.

Etwas ruhiger liefs an Brett 3: Stephan präsentierte seinem Gegner Frank Wagner ein Abtausch-Damengambit, und behielt auch lange Zeit die Kontrolle. Als sein Minoritätsangriff am Damenflügel allerdings gestoppt wurde, kam sein Gegner plötzlich zu aktivem Spiel am Königsflügel und im Zentrum. Als dann noch Türme auf der a-Linie eindringen konnten, hatte Schachfreund Wagner das ganze Brett unter Kontrolle. Leider verpasste Stephan in sehr schwieriger Stellung dann die letzte Chance auf eventuelle Rettung im Endspiel, und wenige Züge später war der Mannschaftssieg für Trebbin besiegelt. 2-5

Daniel an Brett 2 nahm erfolgreich Revanche für meine Vergesslichkeit auf der Hinfahrt und verzögerte die Rückfahrt durch die längste Partie des Tages. In einem Tarrasch-Franzosen versuchte sich sein Gegner Oliver Wobick an einer seltenen Variante mit 4.c3, was zu erhöhtem Bedenkzeitverbrauch bei Daniel führte. Nach wechselvollem Verlauf und einer kurzen, aber spannenden Zeitnotphase behielt Schachfreund Wobick dann die Überhand. 2-6

Das Niederlage ist mit 2-6 wohl etwas zu hoch ausgefallen in Anbetracht der umkämpften Partien, aber der Sieg der in Bestbesetzung angetretenen Gastgeber war nie richtig in Gefahr.

Schon in 7 Tagen folgt nun das erste „Endspiel“ um den Klassenerhalt gegen die zweite Mannschaft der SG Lübbenau. Glücklicherweise ein Heimspiel, zu dem ich den Weg hoffentlich ohne Irrungen und Wirrungen bewältigen werde.

Brett SC HC Trebbin SV Briesen
1 Detlev Kuhne 1-0Jörg Nagler
2 Oliver Wobick 1-0Daniel Woithe
3 Frank Wagner 1-0Stephan Cinkl
4 Rüdiger König 0-1Dave Möwisch
5 Sebastian Janicki1-0Philipp Heinrich
6 Peter Hanke 1-0Nino Arndt
7 Jürgen Beator ½-½Carlo Borchardt
8 Frank Schumann ½-½Olaf Budach



Spieltag 3

12.11.2017
SV Briesen - SG Lübbenau II 7,5- 0,5

Brett SV Briesen SSG Lübbenau II
1Daniel Woithe 1-0Andreas Meth
2Stephan Cinkl ½-½Roland Krafzik
3Dave Möwisch 1-0Jürgen Koglin
4Philipp Heinrich 1-0Ralf Plaschna
5Nino Arndt 1-0Frank Trage
6Carlo Borchardt 1-0Sabine Herrmann
7Olaf Budach 1-0Massimo Peschk
8Robin Jacob 1-0Hannes Schönberg
Zuletzt geändert: 2017/11/12 19:59