Landesklasse Süd - Saison 2017/2018

Einzelergebnisse

BrettSpieler/in DWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Pkt
1 Jörg Nagler 1892 0 0 0 1 ½ 1 0 0 2,5/8
2 Daniel Woithe 1794 ½ 0 1 0 0 ½ ½ 1 ½ 4/9
3 Stephan Cinkl 1773 0 0 ½ - + 0 0 1 0 2,5/8
4 Dave Möwisch 1737 1 1 1 ½ 1 1 1 1 1 8,5/9
5 Philipp Heinrich 1662 ½ 0 1 0 1 1 ½ ½ 4,5/8
6 Nino Arndt 1659 1 0 1 ½ 0 0 2,5/6
7 Vicky Eue 1689 1 1 2/2
8 Manfred Böhme 1260
9 Carlo Borchardt 1630 1 ½ 1 ½ ½ 0 0 1 1 5,5/9
10 Olaf Budach 1733 ½ ½ 1 1 ½ ½ ½ 1 5,5/8
11 Rene Kellner 1621
12 Volker Heinrich 1554 ½ 1 - 1,5/2
13 Marco Belling 1480
14 Lothar Bindernagel1416
15 Robin Jacob 1453 1 1/1

Tabellenstand

Mannschaft MP BP BW
1 ESV Lok Falkenberg I 15 47 225,5
2 Schachclub Hans Clauert Trebbin 12 40,5 180,5
3 Schachverein Briesen 12 40 165,5
4 Forster Schachclub 11 36,5 145,5
5 Schachclub Senioren Cottbus I 10 34,5 171,5
6 Hohenleipischer SV Lok I 10 37,5 184
7 Postdamer SV Mitte II 8 37 151
8 SV Senftenberg 7 37,5 182
9 USV Potsdam III 5 30 141,5
10 SG Lübbenau II 0 14 73

Spieltag 1

08.10.2017
SV Briesen - SV Senftenberg 4,5 - 3,5

Nach einer tollen Saison im letzten Jahr startete für unsere erste Mannschaft die erste Saison der Vereinsgeschichte in der zweithöchsten Spielklasse Brandenburgs gegen den SV Senftenberg. Gleich zu Anfang wartete da ein schwerer Brocken auf uns Richtung Ziel Klassenerhalt. Die Senftenberger waren besonders an den vorderen Brettern gespickt mit erfahrenen und starken Spielern. Aber mit etwas Glück konnten wir vielleicht doch ein Mannschaftspünktchen holen; so waren zumindest unsere Hoffnungen.

Nach kurzer Begrüßung ging es dann pünktlich und mit voller Mannschaftsbesetzung in die Vollen.

Die erste Entscheidung fiel am fünften Brett, wo Philipp gegen Markus Fiedler spielte. Nach interessanter Eröffnung willigte Phillipp nach einer Remisschaukel ins Remis ein, was den ersten halben Punkt der Vereinsgeschichte in der Landesklasse Süd bedeutete.

Nur kurze Zeit später sorgte unser Vereins-Kaffeerencier Carlo für das zweite Vereinsjubiläum. Er konnte den ersten Sieg der Vereinsgeschichte in der Landesklasse gegen Jan Oldenburg einfahren und sorgte für die zwischenzeitliche Führung. 1,5:0,5.

Jörg am Spitzenbrett hatte einen schweren Stand gegen den DWZ-stärkeren Jens Schneider. Nach tadelloser Leistung von Jens konnte Jörg dem enormen Druck nicht mehr standhalten und musste die Waffen strecken.

Nino am 6. Brett konterte aber erfolgreich und punktete voll im ungleichfarbigen Läuferendspiel gegen Tom Woznicka.

Daniel an Brett 2 opferte nach eigenen Angaben zu „wild“, konnte aber irgendwie das wichtige Remis gegen Daniel Richter halten. 3:2.

In meiner Partie ging es ebenfalls hoch her. Bei heterogenen Rochaden konnte ich das Opfer und den Materialgewinn meines Gegners Marco Kesik abwehren und erfolgreich ein Gegenangriff starten, den ich in ein gewonnenes Endspiel abwickeln konnte. Dadurch konnten wir zunächst ein zwischenzeitliches 4:2 erringen, was zumindest einen Mannschaftspunkt bedeuten würde.

Wenige Sekunden später kam dann auch das folgerichtige Remisangebot von Olaf an seinen Gegner Klaus Kottke, welches dieser angesichts der völlig ausgeglichenen Endspielstellung nicht sinnvoll ablehnen konnte.

Dies resultierte dann im dritten Vereinsjubiläum: der erste Mannschaftssieg der Vereinsgeschichte in der zweithöchsten Liga Brandenburgs!

Das Ergebnis komplettierte unser Neuzugang Stephan Cinkl am dritten Brett gegen Andreas Schroetel. In aussichtsreicher Stellung musste er der erheblichen Zeitnot Tribut zollen und gab nach langem Kampf leider auf. Damit war der 4,5:3,5 Sieg beschlossene Sache.

Mit zwei überraschenden Mannschaftspunkten können wir nun etwas entspannter die kommenden Aufgaben angehen. In der nächsten Runde wartet mit dem Schachclub Hans Clauert Trebbin wieder ein knackiger Gegner, wo wir wieder versuchen, ein paar Pünktchen mitzunehmen.

Dave Möwisch

Brett SV Briesen SV Senftenberg
1 Jörg Nagler 0-1Jens Schneider
2 Daniel Woithe ½-½Daniel Richter
3 Stephan Cinkl 0-1Andreas Schroetel
4 Dave Möwisch 1-0Marco Kesik
5 Philipp Heinrich½-½Markus Fiedler
6 Nino Arndt 1-0Tom Woznicka
7 Carlo Borchardt 1-0Jan Oldenburg
8 Olaf Budach ½-½Klaus Kottke



Spieltag 2

05.11.2017
SC Hans Clauert Trebbin - SV Briesen 6 - 2

Alle Wege führen nach Trebbin

Vernünftiges Wetter, freie Straßen, „Fach“gespräche über Musik aus den 70ern mit Carlo- perfekte Voraussetzungen für die Fahrt zu unserem ersten Auswärtsspiel der Saison nach Trebbin.

Am Dreieck Spreeau dann der Schock: irgendwas hab ich vergessen…. Achja, Daniel. In Briesen. Fantastisch!

Mit nur unwesentlich überhöhter Geschwindigkeit dann der direkte Rückflug. Baustellen sind sowieso schon ein Ärgernis, aber wenn mans eilig hat, fühlt man sich auch mit 100 km/h wie eine Schnecke.
Briesen, Parkplatz, Tür auf, Daniel springt ins Auto, ab gehts. Manchmal kommt alles zusammen, und heute war so ein Tag, an dem man mal die richtige Ausfahrt verpennt. Glücklicherweise bewahrheitete sich hier die Überschrift, und an der nächsten Ausfahrt schaffte es Trebbin sogar aufs Autobahnschild. Das überseh nicht mal ich. Also manchmal. Vielleicht.
Nach lediglich 80km Umweg und nur 10 Minuten zu spät waren wir dann endlich am Ziel.

Nach der etwas hektischen Anfahrt folgte dann Kontrastprogramm in den Partien.

An Brett 7 tauschten Carlo und Jürgen Beator alles fleißig ab und landeten schnell in einem perspektivlosen Endspiel. 0,5 - 0,5

Auch an Brett 8 war nichts los: mein Gegner Frank Schumann testete mein Wissen in der Hauptvariante im Caro-Kann ein bisschen, aber die Partie verließ nie die Remisbreite. 1-1

„Hallo Carlo! Auch schon fertig? Prima, dann können wir ja los. Hab ich was vergessen….? Achja, Daniel. In Trebbin. Schon wieder. Fantastisch!“

Natürlich spielte sich diese schlimmste aller Varianten nur in meinem Kopf ab, wir vergaßen Daniel nicht noch einmal und blieben zum Kaffeetrinken, Kiebitzen und Besserwissen noch bis zum Ende des Mannschaftskampfes.

Und das lohnte sich vollauf, denn an den anderen Brettern war es lange sehr spannend.

Nino an Brett 6 durfte sich mit dem Londoner System von Peter Hanke auseinandersetzen. Nach gutem Beginn schlug er wohl zum ungünstigsten Zeitpunkt eine Figur auf g3, wonach sich die h-Linie öffnete. Der Rest war dann eine recht einseitige Demonstration am Königsflügel, und mit einigen kraftvollen Zügen nahm Schachfreund Hanke die schwarze Stellung völlig auseinander. 1-2

Am ersten Brett fand sich Jörg nach einer Ungenauigkeit in der Eröffnung in einer etwas gedrückten Stellung wieder. Lange Zeit konnte er diese halten, und „rettete“ sich in ein Endspiel mit jeweils Turm, Springer und 3 Bauern auf jeder Seite. Hier zeigte sich dann die Klasse seines Gegners Detlev Kuhne: wesentlich aktivere Figuren und ein wohlkalkulierter Königsmarsch ins feindliche Lager entschieden die Partie. 1-3

Philipp kam hervorragend aus der Eröffnung. Seine Figuren standen aktiver und er hatte bereits ordentlich Raumvorteil herausgeholt. Leider entschied er sich dann für einen zu komplizierten Plan, gegen den sich Sebastian Janicki erfolgreich wehren konnte. Als dieser selbst zu Gegenspiel kommen konnte, zeigte sich wieder mal, wie schwer das Umschalten von Offensive auf Defensive sein kann. Der Konter saß, und plötzlich war ein Trümmerhaufen auf dem Brett, der nicht mehr zu verteidigen war. 1-4

Daves Partie an Brett 4 war schwer zu durchschauen. Er und sein Gegner Rüdiger König hatten sich offenbar dasselbe für die Partie vorgenommen: „Heute hau ich mal alles nach vorn!“ So befanden sich insgesamt 3 kleine Bäuerlein am Königsflügel, nachdem beide kurz (!) rochiert hatten. Nahezu alle Figuren schielten/zielten in irgendeiner Weise auf den gegnerischen König und irgendwo hing zwischendurch auch immer mal eine Figur. Dave behielt den Überblick, und nach all dem Chaos landete er dann im Damenendspiel mit einem Mehrbauern. Die sind ja bekanntlich nur bei mir immer remis, und so konnte uns Dave nochmal auf 2-4 heranbringen.

Etwas ruhiger liefs an Brett 3: Stephan präsentierte seinem Gegner Frank Wagner ein Abtausch-Damengambit, und behielt auch lange Zeit die Kontrolle. Als sein Minoritätsangriff am Damenflügel allerdings gestoppt wurde, kam sein Gegner plötzlich zu aktivem Spiel am Königsflügel und im Zentrum. Als dann noch Türme auf der a-Linie eindringen konnten, hatte Schachfreund Wagner das ganze Brett unter Kontrolle. Leider verpasste Stephan in sehr schwieriger Stellung dann die letzte Chance auf eventuelle Rettung im Endspiel, und wenige Züge später war der Mannschaftssieg für Trebbin besiegelt. 2-5

Daniel an Brett 2 nahm erfolgreich Revanche für meine Vergesslichkeit auf der Hinfahrt und verzögerte die Rückfahrt durch die längste Partie des Tages. In einem Tarrasch-Franzosen versuchte sich sein Gegner Oliver Wobick an einer seltenen Variante mit 4.c3, was zu erhöhtem Bedenkzeitverbrauch bei Daniel führte. Nach wechselvollem Verlauf und einer kurzen, aber spannenden Zeitnotphase behielt Schachfreund Wobick dann die Überhand. 2-6

Das Niederlage ist mit 2-6 wohl etwas zu hoch ausgefallen in Anbetracht der umkämpften Partien, aber der Sieg der in Bestbesetzung angetretenen Gastgeber war nie richtig in Gefahr.

Schon in 7 Tagen folgt nun das erste „Endspiel“ um den Klassenerhalt gegen die zweite Mannschaft der SG Lübbenau. Glücklicherweise ein Heimspiel, zu dem ich den Weg hoffentlich ohne Irrungen und Wirrungen bewältigen werde.

Brett SC HC Trebbin SV Briesen
1 Detlev Kuhne 1-0Jörg Nagler
2 Oliver Wobick 1-0Daniel Woithe
3 Frank Wagner 1-0Stephan Cinkl
4 Rüdiger König 0-1Dave Möwisch
5 Sebastian Janicki1-0Philipp Heinrich
6 Peter Hanke 1-0Nino Arndt
7 Jürgen Beator ½-½Carlo Borchardt
8 Frank Schumann ½-½Olaf Budach



Spieltag 3

12.11.2017
SV Briesen - SG Lübbenau II 7,5- 0,5

Brett SV Briesen SSG Lübbenau II
1Daniel Woithe 1-0Andreas Meth
2Stephan Cinkl ½-½Roland Krafzik
3Dave Möwisch 1-0Jürgen Koglin
4Philipp Heinrich 1-0Ralf Plaschna
5Nino Arndt 1-0Frank Trage
6Carlo Borchardt 1-0Sabine Herrmann
7Olaf Budach 1-0Massimo Peschk
8Robin Jacob 1-0Hannes Schönberg



Spieltag 4

10.12.2017
ESV Lok Falkenberg I - SV Briesen 4,5-3,5

In der vierten Runde der Landesklasse Süd erwartete uns ein ganz schweres Los. Wir mussten den beschwerlichen Weg zum Staffelfavoriten und Serienmeister der Landesklasse Süd, ESV Lok Falkenberg ,antreten. Zudem waren wir durch zahlreiche Absagen nur mit sieben Spielern vertreten und gingen sofort mit 0:1 in Rückstand. Angesicht der Umstände schien der Sieg des Favoriten reine Formsache.

Die ersten Spielstunden verliefen wie immer relativ ruhig. Die meisten Partien waren von einem ruhigen und positionellen Aufbau geprägt. Nur Vicky, die nach langer Zeit mal wieder dabei war, schaffte es in den ersten 10 Zügen eine scharfe Stellung zu erreichen, in der sie konsequent auf Angriff spielen konnte.

Zu meiner Überraschung gelang es Volker am Brett 8 gegen den von mir deutlich stärker eingeschätzten Florian Rokohl nichts anbrennen zu lassen und den ersten halben Punkt zu holen.

Vicky spielte wunderschönes Angriffsschach und sezierte die gegnerische Königsstellung von Guido Krüger mit chirurgischem Maß. Damit konnten wir ausgleichen, 1,5:1,5.

Zu diesem Zeitpunkt nahm ich mir die Zeit, um über die anderen Bretter zu schauen, um einzuschätzen was noch so gehen könnte für uns. Olaf investierte Material, um sich einen gefährlichen Freibauern zu verschaffen. Das sah für mich nach einem weiteren Seig aus. Die anderen Partien waren alle relativ ausgeglichen; nur Carlo musste mit einem Minusbauern weiterkämpfen, was aber noch alles in Remis-Reichweite war.

Und am Brett 1 bahnte sich eine sensationelle Überraschung an. Jörg spielte gegen Ralf Gander, den DZW-stärksten Spieler der gesamten Landesklasse Süd, und hatte einen Bauern mehr, die bessere Stellung und sein Gegner musste mit akuter Zeitnot kämpfen. Zu diesem Zeitpunkt sah es für uns tatsächlich nach einem möglichen Mannschaftssieg aus.

Wie es aber immer so ist, gegen starke Gegner darf man nicht einen kleinen Augenblick die Konzentration verlieren. Jörg ließ einen tödlich Angriff der gegnerischen Schwerfiguren zu und musste doch noch die Waffen strecken. Schade. Hier muss man aber auch die Nervenstärke seines Gegners anerkennen. 1,5:2,5.

Währenddessen konnte allerdings Olaf seine bessere Stellung gegen Axel Kuhne in einen Sieg souverän umwandeln, was zum Ausgleich führte. 2,5:2,5.

Daniel hatte mit Jens Helbig ebenfalls einen sehr starken Gegner vor der Brust. Sukzessive baute sein Gegner Druck auf Daniels Königsstellung auf und nach einem Fehler von Daniel war die Stellung nicht mehr zu retten. Ein verdienter Sieg für den Mannschaftsleiter der Falkenberger. 2,5:3,5.

Carlo konnte seine Stellung gegen Martin Göpel im Gleichgewicht halten und erkämpfte sich das Remis, nachdem fast alle Figuren vom Brett waren. 3:4.

Nun lag es mir, diesen Mannschaftswettkampf zu entscheiden.

Mein Gegner Michael Kaiser bot mir in unklarer Stellung Remis an, was ich ablehnte, da ich das Mannschaftsremis noch nicht abhaken wollte. In einem Endspiel mit Dame, Läufer und Springer gegen das gegnerische Läuferpaar und Dame, konnte ich meiner Meinung nach eine bessere Stellung erreichen, da die gegnerischen Läufer nicht optimal standen. Mein Gegner opferte daraufhin einen Bauern um die Stellung zu öffnen und Gegenspiel zu erhalten. In der Stellung lag immer ein gefährlicher Mattangriff auf beiden Seiten in der Luft, was bei jedem Zug berücksichtigt werden musste. Ich konnte das Gegenspiel meines Gegners stoppen und hatte nun einen Mehrbauern, den ich versuchte durchzudrücken.

Mit voranschreitender Zeit und nahender Zeitnot verließen mich die Kräfte und die Konzentration und ich machte wiederholt ungenaue Züge, weshalb ich mich entschloss Remis anzubieten, da ich an diesem Tag nicht das Selbstvertrauen hatte, das Spiel im Blitzen zu entscheiden. Dadurch mussten wir leider die 3,5:4,5 Niederlagen akzeptieren.

Bei diesem turbulenten Wettkampf sind wir ohne große Erwartungen angetreten und haben mit 7 Spielern ein beachtliches 3,5; 4,5 geholt, was zumindest für unsere Brettpunkte am Ende wichtig werden konnte. Ich bin deshalb frohen Mutes, dass wir beim nächsten Heimspiel gegen USV Potsdam III wieder zurückschlagen werden.

Dave Möwisch

Brett ESV Lok Falkenberg I SV Briesen
1Ralf Gander 1-0Jörg Nagler
2Jens Helbig 1-0Daniel Woithe
3Karsten Richter +–Stephan Cinkl
4Michael Kaiser ½-½Dave Möwisch
5Guido Krüger 0-1Vicky Eue
6Martin Göpel ½-½Carlo Borchardt
7Axel Kuhne 0-1Olaf Budach
8Florian Rokohl ½-½Volker Heinrich



Spieltag 5

21.01.2018
SV Briesen - USV Potsdam III 5-3

In der 5. Runde der Landesklasse Süd erwarteten wir die dritte Mannschaft des USV Potsdam zum wahrscheinlich wichtigsten Spiel der Saison. Dem Verlierer der Begegnung müssten dann wohl im schweren Restprogramm noch einige Überraschungen gelingen, damit der Abstieg verhindert werden könnte. Es war also wichtig, in Bestbesetzung anzutreten, und das gelang uns auch, weil der Remisschieber vom letzten Brett durch unser „Angriffsmaschinchen“ Vicky ersetzt werden konnte.

Stephan hatte nochmal ordentlich Zwischengas gegeben auf seinem Weg nach Briesen, und dadurch schaffte er es noch knapp vor Spielbeginn ans Brett. Und nach einer guten halben Stunde hatte er dann auch den ersten vollen Punkt für Briesen eingefahren. Kampflose Partiegewinne sind stets ärgerlich, vorallem wenn man früh morgens am Sonntag durch die brandenburgische Steppe geheizt war. Stephan nahms allerdings sportlich und blieb noch bis zum Wettkampfschluss zum Kaffeetrinken und Quatschen.

Carlo und seine Gegnerin Regina Frehde an Brett 8 waren sich einig über das auf dem Brett entstandene Damenbauernspiel. Keine Schwächen, keine Angriffspunkte, also fleißig runter mit dem Holz. Verwundert zwitscherten dann die Kiebitze, als Carlo das erste Remisangebot ablehnte. Die spektakuläre, forcierte Gewinnvariante war keinem aufgefallen. Warum? Weil sie nicht existierte, und wenige Züge/Abtäusche später kam dann auch der Friedensschluss. Ein wichtiger halber Punkt zum 1,5-0,5.

Philipp am 5. Brett konnte wieder zu „seinem“ Skandinavier greifen, und kam recht gut aus der Eröffnung. Um genau zu sein: mit Mehrbauer! Und der Schuldige war auch schnell ausgemacht: Dxb2. Immer wieder gern gespielter Fehler, der diesmal aber wohl keiner war. Philipp wusste jedenfalls Bescheid, und brachte einige aktive Züge (u.a. das Manöver h7-h5-h4!) aufs Brett. Zumindest konnte seine Gegnerin Heidrun Bade keine Kompensation für den Bauern erspielen. Als es dann endlich an der Zeit war, mit einer hübschen kleinen Taktik den zweiten Bauern zu verspeisen, erinnerte sich Philipp plötzlich daran, dass Entwicklung der Figuren ja ganz super und toll ist. Passenderweise zu dieser etwas absurden Partie war das die falsche Entscheidung, und nun kam Weiß endlich ins Spiel. Einige starke Züge später sah sich Philipp vor die Wahl „Turmverlust oder Matt“ gestellt und musste aufgeben. 1,5-1.5

An Brett 4 hatte Dave den Franzosen seines Gegner Peter Kraatz gut unter Kontrolle, und konnte sich schnell Raumvorteil erspielen. Dazu kamen nach Abtausch der schwarzfeldrigen Läufer noch jede Menge Felderschwächen im gegnerische Lager. Ein gut geplantes Springertänzchen inkl. Qualitätsgewinn später war es dann schon Formsache. Für Dave zumindest, der sich nicht zu den waghalsigen Opfern der Kiebitze in der späteren Analyse hinreißen ließ, sondern ruhig einen Freibauern bildete, welcher den gegnerischen Springer und König überfordertet. 2,5-1,5

Ganz klassisch wurde es an Ninos Brett 6. Endlich mal kein langweiliges Berliner Endspiel im Spanier, sondern die Cordel-Variante 3.Lc5, zu der Semen Fischer griff. Bis zu einem gewissen Punkt kannten sich beide wohl noch aus, aber dann schlichen sich schnell die ersten Ungenauigkeiten ein. Zunächst verpasste Fischer einen Bauerngewinn, dafür revanchierte sich allerdings Nino, indem er durch einen verpassten Desperado den Mehrbauern doch noch zuließ. Also doch langweilig, doch Endspiel. Hier kämpfte sich Nino dann aber richtig rein in die Partie, und konnte seinen Gegner lange gut beschäftigen, so dass später der Bauer zurückgewonnen wurde. Ein bisschen testeten die beiden dann noch Springer vs. Läufer, aber dem Remis war nicht mehr auszuweichen. 3-2

Jörg an Brett 1 fühlte sich in seinem Slawen sichtbar wohl, und durch etwas zaghaftes Spiel von Helmut Scheide konnte er zügig ausgleichen. Als dieser sich besann, und optimistisch mit f4 nach vorn preschen wollte, war es schon zu spät. Nach forciertem Damentausch konnten Jörgs Türme auf die zweite Reihe eindringen, und legten jedwedes Gegenspiel lahm. Ca. 20 Züge ging es danach nur darum, wieviele und welche Bauern Jörg denn einsammeln durfte. Optimistisch blieb sein Gegner trotzdem, und selbst 4 solide Mehrbauern konnten ihn zunächst nicht beeindrucken. Erst als klar wurde, dass zumindest einer der Bauern ungehindert durchlaufen würde, war das Minimalziel gesichert. 4-2

Daniel an Brett 2 hatte es mit der erfahrenen WFM Eveline Nünchert zu tun. Kurzfristig hatte er sich zu einem Morra-Gambit entschieden, und nach der Ablehnung mit d3 sah seine Stellung lange Zeit sehr vielversprechend aus. Es ist natürlich nicht möglich, eine derart starke Gegnerin einfach zu überrennen, und so ließ sie sich nicht beeindrucken und spielte überlegt und aufmerksam. Wie so oft im Sizilianer ist die Optik nicht entscheidend, und die schwarzen Konter müssen genau beachtet werden. Einen dieser Konter übersah Daniel leider in aufkommender Zeitnot, und musste wenig später zum Sieg gratulieren. 4-3

Nun lag es also an Vicky, den „Sack zuzumachen“. Und sie war zum Siegen gekommen. Gewohnt aktiv nahm sie Jutta Scholz früh die Initiative aus der Hand, und stellte beunruhigende Drohungen mit einer Dame-Läufer-Batterie auf der langen Diagonale auf. Alle Taktiken genau durchzurechnen, kostete ihre Gegnerin viel Bedenkzeit, und auch diesen Umstand mache sich Vicky zunutze. Der Tenor unter den Kiebitzen war „sie kann nicht mehr verlieren“, und am Ende holte sie dann den entscheidenden letzten Punkt. 5-3

Ein enorm wichtiger Mannschaftssieg, der zumindest einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt darstellt. Ausruhen sollten und werden wir uns jedoch nicht, und weiter gehts dann mit der Punktejagd am 11. Februar gegen die zweite Mannschaft vom Potsdamer SV Mitte.

Der Remisschieber vom letzten Brett

Brett SV Briesen USV Potsdam III
1 Jörg Nagler 1-0Helmut Scheide
2 Daniel Woithe 0-1Eveline Nünchert
3 Stephan Cinkl +–Margaryta Paliy
4 Dave Möwisch 1-0Peter Kraatz
5 Philipp Heinrich0-1Heidrun Bade
6 Nino Arndt ½-½Semen Fischer
7 Vicky Eue 1-0Jutta Scholz
8 Carlo Borchardt ½-½Regina Frehde



Spieltag 6

11.02.2018
Postdamer SV Mitte 2 - SV Briesen 3,5-4,5

Nach dem wichtigen Sieg um den Klassenerhalt gegen den USV Potsdam III wollten wir in der 6. Runde der Landesklasse Süd gegen die zweite Mannschaft von Potsdamer SV Mitte nachlegen um endgültig den Klassenerhalt perfekt zu machen. So reisten wir gut gelaunt an einem verregneten Sonntag in das schöne Spiellokal der gastfreundlichen Potsdamer Schachfreunde. Gleich drei Mannschaften des Potsdamer Schachvereins spielten gleichzeitig um die Punkte, weshalb es immer etwas zu kiebitzen gab. Die zweite Mannschaft war sehr ersatzgeschwächt, lieferte aber dennoch eine starke und ausgeglichene Mannschaftsaufstellung.

Demnach war in den ersten Stunden viel Kampf angesagt.

Leider ging es nicht gut los für uns. Carlo, unser Punktelieferant, musste nach einem taktischen Fehlgriff gegen Susanne Röhr seine erste Saisonniederlage einstecken. 0:1

Danach ging es Schlag auf Schlag weiter, weshalb ich nicht alle Partien überblicken konnte.
Jörg stand gegen Erhard Bernhöft eigentlich solide. Dennoch fand ich die Stellung nicht einfach, da Jörg´s Gegner viel Druck machte, aber auch seine Königstellung schwächte. Beide einigten sich auf dann Remis, was zum 0,5:1,5 führte.

Familie Heinrich erwischte mit ihren zwei Siegen einen Sahne-Tag.
Philipp kam gegen Ralf Schröder ganz gut aus der Eröffnung. Irgendwann hatte er dann eine Leichtfigur gewonnen und gab den Vorteil nicht mehr aus der Hand.

Volker überraschte mich mal wieder und konnte gegen Klim Pak eine Qualität gewinnen und spielte auch diese Stellung konsequent runter. Damit gingen wir wieder in Führung 2,5:1,5.

Olaf hatte gegen Manfred Schneidereit die ganze Zeit über eine vorteilhafte Stellung mit viel Druck und die gegnerischen Figuren standen sehr passiv. Dennoch konnte er keinen entscheidenden Vorteil erzielen und willigte zum Remis ein um einen Mannschaftspunkt abzusichern. 3:2.

Daniel musste sich lange gegen die aggressive Spielweise von Wolfgang Bullert bewähren, löste das aber ohne große Probleme und holte einen wichtigen halben Punkt zum 3,5:2,5.

Stephan hatte mal wieder enorme Zeitprobleme, hatte aber aus meiner Sicht eigentlich eine recht spielbare Stellung gegen Andreas Greber. Nach der Zeitnotphase musste er dann aber mit Turm und Läufer gegen die gegnerische Dame spielen, was nicht mehr zu halten war. Somit wurde es noch einmal spannend. 3,5:3,5.

Damit entschied meine Partie über den Ausgang der Begegnung. Meine Stellung war gegen Jörg Stephan über die gesamte Partie hin ausgeglichen. Ich lehnte 4 Remis-Angebote ab, da ich erst warten wollte, was die anderen Bretter so machten. Genau in dem Augenblick, wo uns ein Remis zum Mannschaftremis gereicht hätte und ich das Remis-Angebot angenommen hätte, machte mein Gegner einen Fehler im Endspiel und musste einen Bauern geben, der die Partie und die Begegnung entschied. Ein etwas glückliches 4,5:3,5.

Mit diesem Sieg sollten wir nun endgültig unser Saisonziel, den Klassenerhalt, geschafft haben. Allerdings schockierte mich die Tabelle nach diesem Spieltag. Da sich die Top-Favoriten in der Landesklasse Süd gegenseitig die Punkte wegnehmen, stehen wir auf dem 5. Platz und haben tatsächlich nur einen Mannschaftspunkt und einen Brettpunkt Rückstand auf den Tabellenführer Falkenberg. Zwar sollten wir im Kampf um den Aufstieg keine Chance haben, da wir noch gegen starke Mannschaften aus Forst, Cottbus und Hohenleipisch antreten müssen. Aber vielleicht werden wir noch zum Zünglein an der Waage und können den ein oder anderen Favoriten ärgern. Unsere erste Chance dazu haben wir in der nächsten Runde gegen Forst.

Dave Möwisch

Brett Potsdamer SV Mitte II SV Briesen
1Erhard Bernhöft ½-½Jörg Nagler
2Wolfgang Bullert ½-½Daniel Woithe
3Andreas Greber 1-0Stephan Cinkl
4Jörg Stephan 0-1Dave Möwisch
5Ralf Schröder 0-1Philipp Heinrich
6Susanne Röhr 1-0Carlo Borchardt
7Manfred Schneidereit ½-½Olaf Budach
8Klim Pak 0-1Volker Heinrich



Spieltag 7

25.02.2018
SV Briesen - Forster Schachclub 4-4

Nach 6 Runden hatten wir bereits den Klassenerhalt so gut wie sicher geschafft und konnten entspannt in die letzten Runden gehen. In der 7. Runde wartete allerdings einer der Aufstiegskandidaten: der Forster Schachclub. Gespickt mit erfahrenen Spielern sollte es für uns schwer werden, Punkte mitzunehmen. Doch hatten die Forster die gleichen Probleme, wie viele andere Mannschaften gerade. Die Erkältungswelle geht rum und daher mussten zwei Ersatzspieler einspringen, was uns vielleicht eine kleine Chance gab, da wir in guter Besetzung antreten konnten.

Gesundheitlich eingeschränkt musste ich gegen Erwin Boll in eine wilde Eröffnung, in der ich eine Leichtfigur gegen drei Bauern gab, den gegnerischen König aber in die Mitte des Brettes zwang. Nach einem Rechenfehler meines Gegners, der ein Abzugsschach mit Damengewinn übersah, konnte ich relativ zeitig Feierabend machen und mir die restlichen Partien angucken. 1:0.

Danach passierte zunächst nicht viel bis die Sirene der Feuerwehr (wir spielen in den Räumlichkeiten der Briesener Feuerwehr) losging und für enormen Lärm sorgte. Anschließend konnte Philipp aber gegen Achim Roßberger nachlegen und spielte schönes Angriffsschach auf die gegnerische Königsstellung. Da sein Gegner sich nicht akkurat verteidigte, konnte Philipp zügig das 2:0 erringen.

Nach dem guten Auftakt sah es für uns gut aus, da ich auch auf den anderen Brettern keine Nachteile für uns sah. Carlo, der gegen den Highscorer der Liga, Grzegorz Kolodziejski (6 aus 6), ranmusste, spielte solides Schach und konnte kleine Ungenauigkeiten seines Gegners im Mittelspiel ausnutzen und in ein ausgeglichenes Endspiel abwickeln. Danach machte Carlo leider einen ungenauen Zug nach dem nächsten und musste am Ende seinem Gegner die Hand reichen. 2:1

Stephan kam gegen Jürgen Goldschmidt mal wieder super aus der Eröffnung raus, verbrauchte dann aber zu viel Zeit und musste in Zeitnot zu viel Material geben, was zum Ausgleich der Gäste führte. 2:2

Olaf hatte es gegen Thomasz Lambrecht schwer, sich einen Vorteil zu erspielen. In einem ausgeglichenem Turmendspiel einigten sich beiden dann auf Remis. 2,5:2,5

Nino gab gegen Andrzej Rapiej früh einen Bauern um den gegnerischen König im Zentrum zu halten. Sein Gegner ließ allerdings keinen Angriff zu und rollte mit einer Bauernwalze auf Nino zu. In Zeitnot übersah dann Nino ein schön erzwungenes Matt seines Gegners und gab auf. 2,5:3,5

Somit mussten die vorderen zwei Bretter über den Ausgang der Begegnung entscheiden. Jörg hatte gegen Diethard Heinze den absoluten Kampfgeist ausgepackt und musste lange Zeit mit Springerpaar gegen das gegnerische Läuferpaar spielen. Er konnte aber alle Angriffsbemühungen seines Gegners unterbinden und in ein unklares Turmendspiel abwickeln. Aufgrund der enormen Zeitnot und der komplexen Stellung machte sein Gegner dann allerdings doch ein paar ungenaue Züge, was Jörg wunderbar zum enorm wichtigen 3,5: 3,5 ausnutze

Nun spielte nur noch Daniel, der gegen Eduard Stark solides Schach zeigte und die aus meiner Sicht bessere Stellung hatte. Allerdings wusste auch sein Gegner sich zu verteidigen und in beiderseitiger Zeitnot einigten sich beide auf ein gerechtes Remis. 4:4

Damit konnten wir einer der stärksten Mannschaften der Liga einen Punkt abknöpfen. Mit etwas Glück wäre vielleicht noch mehr drin gewesen, allerdings hatten wir in der Saison schon so viel Glück gehabt, dass wir das 4:4 sehr gerne in die letzten beiden Runden mitnehmen. In der nächsten Runde geht es dann gegen den Tabellennachbarn, den Schachclub Senioren Cottbus, weiter auf Punktejagd.

Dave Möwisch

Brett SV Briesen Forster Schachclub
1Jörg Nagler 1-0Diethard Heinze
2Daniel Woithe ½-½Eduard Stark
3Stephan Cinkl 0-1Jürgen Goldschmidt
4Dave Möwisch 1-0Erwin Boll
5Philipp Heinrich 1-0Achim Roßberger
6Nino Arndt 0-1Andrzej Rapiej
7Carlo Borchardt 0-1Grzegorz Kolodziejski
8Olaf Budach ½-½Tomasz Lambrecht



Spieltag 8

18.03.2018
Schachclub Senioren Cottbus I - SV Briesen 3-5

Zum achten Mal in dieser Saison ging es für ans die Bretter in der Landesklasse Süd. Diesmal mussten wir den Weg ins bitterkalte Cottbus zu den Senioren des Schachclub Cottbus antreten. Nach einem guten Mannschafts-Remis in der vorangegangenen Runde gegen einen der Staffel-Giganten, den Forster Schachclub, wollten wir den Schwung mit in die nächste Runde nehmen um eine gute Position in der Tabelle am Saisonende einnehmen zu können.

Leider musste Vicky sehr kurzfristig krankheitsbedingt absagen, wodurch wir mit 7 Spielern antreten mussten und sofort mit 0:1 in Rückstand gerieten. Dennoch hatten wir mit dieser Situation in dieser und auch schon in der letzten Saison viele Erfahrungen sammeln können und ließen uns nicht aus dem Konzept bringen.

Zu meiner Überraschung konnte Carlo gegen den wertungsstärkeren Dr. Werner Didzuhn nach einem taktischen Fehlgriff seines Gegners den ersten vollen Punkt einfahren. Damit konnte der Rückstand egalisiert werden. 1:1.

Daraufhin kamen an mehreren Brettern viele Remis-Angebote, die wir aber ablehnten. Vielleicht ahnten unsere Gegner schon, dass diese Begegnung nicht gut für sie ausgehen sollte.

Daniel an Brett 2 hatte gegen Bernhard Bennewitz viele taktische Motive auf dem Brett, was sehr viel Zeit zur Berechnung vieler Varianten kostete. Daniel blieb aber cool und konnte in großer Zeitnot Material gewinnen, was zum vollen Punkt führte. 2:1.

Stephan an Brett 3 zeigte gegen Andreas Gensch großen Siegeswillen, lehnte ein Remis-Angebot ab und erspielte sich eine vielversprechende Stellung mit einigen Chancen über die Flügel. Zudem zeigte er im Vergleich zu den anderen Runden ein verbessertes Zeitmanagement und hatte diesmal genügend Zeit und Ressourcen für seinen ersten Sieg in dieser Saison. Super gespielt! 3:1.

Olaf hatte gegen Klaus-Dieter Heiter Schwierigkeiten mit seinen isolierten Doppelbauern aktives Spiel zu kreieren und einigte sich mit seinem Gegner auf Remis, das uns mit 3,5:1,5 in Führung hielt.

Philipp's Partie gegen Hans-Georg Neumann entwickelte sich nach ruhiger Eröffnung zu einer sehr scharfen Begegnung mit gegenseitigen Mattdrohungen, Fesselungen und möglichen Figurenopfern. In unklarer Stellung einigten sich beide aber friedlich, wodurch wir mit 4:2 einen Mannschaftspunkt sicher hatten.

Jörg an Brett 1 hatte mit Uwe Kasper den stärksten gegnerischen Spieler vor der Brust. Sein Gegner schaffte es mit seinen Schwerfiguren am Königflügel enormen Druck aufzubauen. Jörg versuchte Gegenspiel zu initiieren, aber an diesem Tag fehlten ihm einfach die Mittel und das nötige Glück um gegenzuhalten. 4:3.

Somit hatte ich mal wieder das „Vergnügen“, die letzte Partie des Tages auszufechten und über den Ausgang des Spieltages zu entscheiden. Meine Partie gegen Manfred Gensch verlief wie so häufig in dieser Saison. Nach 20 Zügen und in ausgeglichener Stellung bot mein Gegner mehrmals Remis. Wie so oft lehnte ich die Angebote ab, da ich nicht 2 Stunden nach Cottbus an einem Sonntag reisen wollte, um nach 2 Stunden auf alle warten zu müssen. Mit zunehmender Dauer der Partie, machte mein Gegner ungenaue Züge und verschlechterte seine Stellung Zug um Zug. So konnte ich einen Bauern nach dem nächsten gewinnen und 3 verbundene Freibauern waren dann doch zu viel Materialvorsprung und mein Gegner gab auf. 5:3.

Mit diesem doch etwas überraschenden Sieg in Unterzahl konnten wir erstmals in dieser Saison den dritten Tabellenplatz erobern und haben am letzten Spieltag sogar die Chance auf den 2. Platz. Das Saisonfinale bestreiten wir gegen die Schachfreunde aus Hohenleipisch, die in den letzten Spieltagen doch etwas an Boden verloren haben. Vielleicht gelingt uns auch dann wieder eine Überraschung.

Dave Möwisch

Brett Schachsenioren SV Briesen
1Uwe Kasper 1-0Jörg Nagler
2Bernhard Bennewitz 0-1Daniel Woithe
3Andreas Gensch 0-1Stephan Cinkl
4Manfred Gensch 0-1Dave Möwisch
5Hans-Georg Neumann ½-½Philipp Heinrich
6Dr. Werner Didzuhn 0-1Carlo Borchardt
7Klaus-Dieter Heiter ½-½Olaf Budach
8Ullrich Skorna + -Volker Heinrich



Spieltag 9

16.04.2018
SV Briesen - Hohenleipischer SV Lok 4-4

Das Saisonfinale gegen die erste Vertretung des Hohenleipischer SV Lok stand an und es sollte nochmal richtig spannend werden. Die Ausgangsposition war für uns recht vielversprechend: wir waren in der Tabelle auf dem dritten Platz und hatten nur einen halben Brettpunkt Rückstand auf Trebbin die gegen Forst antreten mussten. Deshalb wollten wir nochmal den 2.Platz angreifen, der vielleicht noch sehr wertvoll werden könnte in Sachen Aufstieg. Doch das sollte ein hartes Stück Arbeit werden, da die Südbrandenburger im Gegensatz zu den vorherigen Spielen mit voller Mannschaftsstärke anreisten.

Der Wettkampf begann recht vielversprechend. Zwar musste Phillip gegen Klaus-Detlef Dietz eine Qualität geben, allerdings bot sein Gegner ihm auch Remis an, was er dankenswerterweise auch annahm. 0,5:0,5.

Olaf legte sofort nach und konnte gegen Eberhard Fröhner einen souveränen Sieg einfahren und die erstmalige Führung erringen. 1,5:0,5.

Ich konnte ebenfalls meine Partie gegen Volkmar Spillecke gewinnen, da mein Gegner im Endspiel den falschen Bauer vorzog und dadurch den halben Zähler wegwarf. Bauernendspiele sind und werden immer trickreich bleiben. 2,5:0,5.

Daniel lieferte gegen seinen DWZ-stärkeren Gegner, Thomas Spillecke, eine sehr solide Partie ab, hatte aus meiner Sicht sogar die besseren Chancen auf mehr. Aber das Remis ging völlig in Ordnung und war eine super Leistung. 3:1.

Carlo zeigte mal wieder viel Kampf und konnte mit einigen Tricks seinen Gegner, Karl Göckeritz, im Endspiel noch überlisten und holte den wichtigen Punkt zum 4:1.

Zu diesem Zeitpunkt fehlte uns nur noch ein halber Punkt zum enorm wichtigen Mannschaftssieg und ich hatte eigentlich keine Zweifel daran, dass wir dieses halbe Pünktchen noch zusammenbekommen.

Stephan stand gegen Alexander Feldner recht solide, hatte aber mal wieder einige Zeitprobleme. Jörg hatte gegen Ralf-Peter Stahr, ein Brandenburger Ur-Gestein und enorm starker Spieler, eine Leichtfigur gegen zwei Bauern und sollte auch vorteilhaft stehen.

Nur Nino hatte gegen Joachim Ruick eine Leichtfigur weniger. Hier sah es nicht gut aus, weshalb er auch die Partie aufgeben musste. 4:2.

Stephans Stellung brach infolge von Zeitnot und ungenauen Zügen völlig zusammen und auch er musste seinem Gegner zum Sieg gratulieren. 4:3.

Nun spielte nur noch Jörg und seine Stellung wurde immer komplizierter, da sein Gegner es schaffte Freibauern an allen Fronten zu bilden. Zwischenzeitlich hatte ich keine Ahnung mehr, wer da die bessere Stellung hatte, aber das Spitzenbrett der Südbrandenburger blieb auch mit deutlich weniger Zeit auf der Uhr völlig ruhig und konnte tatsächlich noch die Partie aufgrund der Freibauern für sich entscheiden. 4:4.

Leider mussten wir so noch einen Mannschaftspunkt abgeben. Nun hieß es warten auf das Ergebnis aus Trebbin. Ich rechnete fest mit einem Sieg der Trebbiner, da die Forster ohne die spielstarken Polen angetreten sind. Doch die Forster schafften tatsächlich noch das 4:4, womit wir den zweiten Platz um nur einen halben Brettpunkt verpassten und als Dritter ins Ziel kamen. So nah und doch so fern.

Dennoch eine herausragende Leistung unserer Mannschaft als Aufsteiger so weit vorne mitzuspielen und die Favoriten richtig zu ärgern. Herzlichen Glückwunsch nach Falkenberg, die sich dann doch souverän den Staffelsieg sichern konnten. Ich bedanke mich bei meiner Mannschaft für eine tolle Saison und hoffe, dass wir nächste Saison wieder richtig mitmischen können und den Klassenerhalt (denn das war ja eigentlich unser Ziel) wieder schaffen.

Dave Möwisch

Brett SV Briesen Hohenleipischer SV Lok
1Jörg Nagler 0-1Ralf-Peter Stahr
2Daniel Woithe ½-½Thomas Spillecke
3Stephan Cinkl 0-1Alexander Feldner
4Dave Möwisch 1-0Volkmar Spillecke
5Philipp Heinrich ½-½Klaus-Detlef Dietz
6Nino Arndt 0-1Joachim Ruick
7Carlo Borchardt 1-0Karl Göckeritz
8Olaf Budach 1-0Eberhard Fröhner
Zuletzt geändert: 2018/04/16 19:36